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Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie wurde vor ca. 200 Jahren von dem Arzt und Apotheker Dr. Samuel Hahnemann entwickelt. Kurz definiert ist die Homöopathie eine Reiz- und Regulationstherapie, die die körpereigenen Abwehrkräfte anregt.

Mehr über den Begründer der klassischen Homöopathie finden Sie unter www.samuel-hahnemann-stiftung.de

Prinzipien der Homöopathie

Die homöopathische Medizin beruht auf 3 Prinzipien:

1. Arzneimittelprüfung - Arzneimittelbild
Die Verabreichung homöopathischer Arzneien an gesunde Personen und anschließende Beobachtung der auftretenden Symptome wird als Arzneimittelprüfung bezeichnet. Die Gesamtheit aller dieser Symptome ergibt das Arzneimittelbild.

2. Ähnlichkeitsprinzip – Simile-Regel
Die Simile-Regel besagt, dass in der Homöopathie jene Arznei verwendet wird, die bei einem gesunden Menschen krankheitsähnliche Symptome hervorruft und in potenzierter Form die ähnlichen Symptome eines kranken Menschen heilt. Voraussetzung für die Findung des passenden Arzneimittels ist die Anamnese. Die Anamnese ist das Ergebnis des Gesprächs zwischen Arzt und Patient. es wird die Gesamtheit der Beschwerden, deren Ursachen und Beeinflussbarkeit(=Modalitäten) erfasst. Die Gegenüberstellung des Krankheitsbildes mit dem Arzneimittelbild liefert das Mittel der Wahl – das SIMILE. Je ähnlicher das Krankheitsbild dem Arzneimittelbild ist, desto größer ist der Heilerfolg.

3. Gabenlehre – die Potenzierung
Die Ausgangsstoffe der homöopathischen Arznei (vor allem Pflanzen, Tiere, Minerale) sind häufig giftig und verursachen daher starke Nebenwirkungen. Deshalb werden sie in der Homöopathie solange verdünnt und dabei stufenweise verrieben (Minerale und Metalle) oder verschüttelt (flüssige Ausgangstoffe), bis die krankmachende Wirkung in eine regulierende, die Heilung unterstützende Wirkung umschlägt. Dieses Herstellungsverfahren, gekennzeichnet durch die Verschüttelung und Verreibung, erfolgt unter strengsten homöopathischen und gesetzlichen Bestimmungen und wird als Potenzierung bezeichnet. 

Homöopathische Arzneimittel

Sie sind durch den Namen des Ausgangsstoffes (z.B.Arnica montana, Atropa belladonna, Calcium carbonicum Hahnemanni, Lachesis mutus) und durch die hergestellte Potenz (z.B. D6, C12) gekennzeichnet.

"D" bedeutet "decem"= zehn und "C" bedeutet "centum"= hundert. D6 ist also eine in sechs Schritten durchgeführte Verdünnung jeweils 1:10 - stets mit der Verschüttelung bzw. Verreibung verbunden - also potenziert.

Weiters gibt noch "LM" oder "Q" Potenzen. Hier erfolgt die Verdünnung in Schritten 1:50.000. Die Einnahme solcher Hochpotenzen sollte jedoch ausschließlich nach eingehender Anamnese durch einen Arzt erfolgen!

Homöopathische Einzelmittel sind in verschiedenen Formen (=Arzneiformen) erhältlich:
- Tropfen (Dilutionen)
- Zuckerkügelchen (Globuli)
- Verreibungen (Triturationen)
- Tabletten
- Salben

Weiters gibt er auch homöopathische Komplexmittel (=Kombinationsmittel), die aus mindestens 2 homöopathischen Einzelmitteln bestehen.

Dosierung

Tiefe Potenzen (bis D10 bzw. C10):
- Akute Beschwerden: stündlich 5 Tropfen/Globuli oder eine Tablette bis zum Eintritt der Besserung (max. 12x)
- Chronische Erkrankungen: 1-3 mal täglich 5 Tropfen/Globuli oder eine Tablette

Mittlere Potenzen
1-2 mal täglich 5 Tropfen/Globuli oder eine Tablette

Hohe Potenzen (ab D30 bzw. C30):
Einmalgabe von 5 Tropfen/Globuli oder eine Tablette. Bei akuten Beschwerden ggf. Wiederholung.

Bei chronischen Erkrankungen kann das Arzneimittel in größerem zeitlichen Abstand (Wochen oder Monate) erneut gegeben werden, eventuell ist dabei die Potenz zu wechseln.

Bei Säuglingen und Kleinkindern werden jeweils 3 Globuli gegeben.